Watches and Wonders 2027 gewinnt mit Breitling, Universal Genève, Gallet und Damiani deutlich an Zugkraft. © Watches and Wonders, Breitling
Watches and Wonders Geneva wächst weiter. 2027 kommen Breitling, Gallet, Universal Genève und Damiani hinzu. Besonders die Rückkehr von Georges Kern zeigt, wie stark sich die Messelogik der Uhrenbranche verändert hat.
Die Uhrenbranche befindet sich im Wandel – und große Messen stehen dabei stärker denn je im Fokus. Während einige Marken weiterhin auf eigene Wege setzen, gewinnt eine Plattform in Genf zunehmend an Bedeutung.
Watches and Wonders Geneva baut das Markenumfeld für 2027 aus. Die Messe findet vom 5. bis 11. April statt und gewinnt vier neue Namen: Breitling, Gallet und Universal Genève treten unter dem House of Brands von Georges Kern auf, dazu kommt Damiani.
Besonders die Rückkehr von Breitling ist bemerkenswert. Noch vor wenigen Jahren setzte die Marke bewusst auf eigene Formate und direkte Kundenansprache statt auf klassische Messen. Dass sie nun nach Genf zurückkehrt, ist ein klares Signal – für die Branche und für die Rolle der Messe.

Zwei Lager in der Uhrenwelt
Die Branche teilt sich zunehmend in zwei Gruppen. Auf der einen Seite stehen Marken, die Watches and Wonders als zentrale Bühne nutzen, um Neuheiten zu präsentieren und internationale Aufmerksamkeit zu bündeln.
Auf der anderen Seite stehen Marken, die ihre Kommunikation selbst steuern und nur dann auf großen Plattformen auftreten, wenn es strategisch sinnvoll ist.
Im Gegensatz zur früher dominanten Baselworld ist die Macht heute stärker verteilt. Auch Watches and Wonders ist auf starke Marken angewiesen.
Georges Kern bringt Zugkraft nach Genf
Mit Breitling kehrt nicht nur eine starke Marke zurück, sondern ein ganzes Portfolio. Georges Kern bringt mit seinem House of Brands auch Universal Genève und Gallet nach Genf – beide Marken werden aktuell neu positioniert.
Damit wird die Messe mehr als eine Neuheitenschau: Sie wird zur Plattform für Markenstrategien und Portfolioentwicklung.

Damiani erweitert das Bild
Auch Damiani stärkt die Messe. Die italienische Schmuckgruppe erweitert das Spektrum und unterstreicht die wachsende Verbindung von Schmuck, Uhren und Markenportfolios – besonders vor dem Hintergrund der geplanten Übernahme von Baume & Mercier.
Was bedeutet das für den Fachhandel?
Für den Fachhandel gewinnt Watches and Wonders wieder an Bedeutung als zentraler Orientierungspunkt. Neuheiten, Markenstrategien und internationale Kommunikation werden gebündelt erlebbar.
Gleichzeitig zeigt die Rückkehr von Breitling: Messen sind heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Marken entscheiden gezielt, wann und wie sie teilnehmen.
Watches and Wonders gewinnt 2027 an Stärke, weil wichtige Marken zurückkehren und neue Strategien sichtbar werden. Doch die alte Messelogik ist vorbei – heute bestimmt die Marke selbst ihre Relevanz.
Was ist eure Meinung?
Wird Watches and Wonders durch Breitling, Universal Genève, Gallet und Damiani zum Pflichttermin? Oder zeigt gerade diese Rückkehr, dass Messen nur dann relevant sind, wenn starke Marken sie bewusst nutzen?
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