Pandora ergänzt die klassischen 4C um den CO₂ Fußabdruck und macht Labordiamanten damit stärker vergleichbar. © Pandora
Im Labordiamanten-Geschäft wird die Verkaufsargumentation immer komplexer. Neben Schliff, Farbe, Reinheit und Carat bringt Pandora nun einen zusätzlichen Vergleichswert in die Produktkommunikation: den CO₂ Fußabdruck. Das Unternehmen spricht vom fünften C und weist den Carbon Footprint jedes Pandora Lab-Grown Diamond als Produktinformation auf pandora.net aus. Damit wird Nachhaltigkeit nicht nur behauptet, sondern als Kennzahl in den Verkaufsprozess eingebaut.
Ein neuer Vergleichswert im Verkauf
Pandora gibt an, dass der ausgewiesene CO₂ Fußabdruck alle Emissionen des Herstellungsprozesses umfasst, von den Rohmaterialien für das Wachstum des Diamanten bis zum Schleifen und Polieren vor Verlassen der Produktionsstätte. Ein Labordiamant mit einem Carat verursacht laut Pandora 12,58 Kilogramm CO₂e. Das seien rund 90 Prozent weniger als bei einem abgebauten Diamanten gleicher Größe.
Pandora CEO Berta de Pablos Barbier erklärt dazu: „Wir glauben, dass die Zukunft darin besteht, Diamanten zugänglicher zu machen und gleichzeitig den Kunden Klarheit darüber zu verschaffen, was sie kaufen.“ Mit dem fünften C wolle Pandora Konsumenten befähigen, informierte Entscheidungen zu treffen.
Entscheidend ist hier die Richtung: Kunden erhalten eine zusätzliche, einfache Vergleichsgröße. Wer Labordiamanten verkauft, muss sich künftig stärker darauf einstellen, dass Fragen nach Herkunft, Energieeinsatz, Nachweisbarkeit und CO₂ Bilanz konkreter werden. Pauschale Nachhaltigkeitsaussagen verlieren an Wirkung, wenn große Anbieter messbare Angaben in die Produktinformation integrieren.
Dokumentierte Produktionsdaten könnten den Markt verändern
Pandora verwendet seit 2021 keine abgebauten Diamanten mehr. Die Labordiamanten des Unternehmens werden nach eigenen Angaben mit 100 Prozent erneuerbarem Strom hergestellt und in Schmuck aus 100 Prozent recyceltem Silber und Gold gefasst. Ein Pandora Infinite Ring aus 14 Karat Gold mit einem Ein-Carat-Labordiamanten soll einen CO₂ Fußabdruck haben, der mit einer Jeans vergleichbar ist.
Damit positioniert sich Pandora nicht nur über Preiszugänglichkeit, sondern über ein System aus Transparenz, Materialstrategie und skalierbarer Kommunikation. Das macht den Schritt für den Fachhandel relevant. Wenn ein internationaler Anbieter den CO₂ Wert als fünftes C etabliert, wird Nachhaltigkeit stärker standardisiert. Das kann den Wettbewerb im Labordiamantsegment verändern, weil nicht mehr nur Caratgröße, Optik und Preis verglichen werden, sondern auch dokumentierte Produktionsdaten.

Externe Prüfung als Teil der Argumentation
Die CO₂ Werte wurden laut Pandora von externen Experten für Lebenszyklusanalysen berechnet und in einer Studie veröffentlicht, die von EY geprüft wurde. Die Studie folgt anerkannten ISO Standards, darunter ISO 14067:2018, ISO 14040:2006 und ISO 14044:2006. Für jedes Diamantschmuckstück wird der CO₂ Fußabdruck des gesamten Diamant-Caratgewichts in Kilogramm CO₂e ausgewiesen.
Daraus ergibt sich ein wichtiger Punkt: Transparenz wird zur Beratungsleistung, auch für den Fachhandel. Wer Labordiamanten im Sortiment führt, sollte nicht nur die 4C erklären, sondern auch die Herkunft der Steine, Energiequellen, Zertifizierungen und Berechnungsmethoden einordnen können. Denn im Vergleich zwischen Naturdiamanten und Labordiamanten entstehen sonst Beratungslücken.
Wo Pandora Lab-Grown Diamonds erhältlich sind
Bei der Verfügbarkeit gibt es in den Pandora Meldungen unterschiedliche Angaben. In der Presseinformation zur CO₂ Kennzeichnung nennt Pandora die USA, Großbritannien, Kanada, Australien, Neuseeland und Dänemark als aktuelle Märkte. Eine weitere Pandora Meldung zum Dänemark Start nennt Großbritannien, USA, Kanada, Australien, Mexiko und Brasilien als bereits aktive Märkte und kündigt Dänemark ab 6. Juni in ausgewählten Stores und online an. Deutschland, Österreich und die Schweiz werden in diesen Meldungen nicht als aktive Märkte genannt.













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