LVMH übernimmt Schmuckgruppe Platinum Invest

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LVMH kauft französischen Schmuckhersteller Platinum Invest, um die Tiffany-Produktion zu steigern.

Der führende Luxuskonzern LVMH hat die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an Platinum Invest bekannt gegeben, zu der die französischen Schmuckhersteller Orest und Abysse gehören. Davon profitiert vor allem der hauseigene Juwelier Tiffany & Co, der seine Produktionskapazitäten in Frankreich ausbauen und somit die ohnehin guten Jahresergebnisse nochmals toppen kann.



Laut einer offiziellen Erklärung schloss LVMH den Deal mit Andera Partners, Bpifrance und anderen Aktionären ab, obwohl die finanziellen Details der Transaktion nicht offengelegt wurden und die Vereinbarung voraussichtlich nicht vor dem Sommer 2023 abgeschlossen ist. Was man aber präsentierte, waren die Finanzergebnisse der Marke Tiffany & Co, „die zum ersten Mal eine Milliarde US-Dollar an laufenden Betriebseinnahmen überschreiten wird.” Zudem ist für Ende Monat eine hochkarätige Wiedereröffnung der Tiffany-Flagship-Boutique auf der Fifth-Avenue in New York geplant.

Die Holdinggesellschaft Platinum Invest

Platinum Invest verfügt derzeit über ein Netzwerk von fünf strategisch günstig in der Region Est in Frankreich gelegenen Werkstätten und beschäftigt fast 800 Handwerker und Mitarbeiter. Laut LVMH werden diese Expertenteams ihr Fachwissen um die gesamte Wertschöpfungskette einsetzen, um außergewöhnliche Schmuckkreationen aus dem Designstudio von Tiffany & Co. in New York zum Leben zu erwecken.

Zu Platinum Invest zählt die Orest-Gruppe (führend bei Eheringen in Frankreich, stellt auch eigenen Schmuck wie Ringe, Halsketten und Armbänder her und beliefert hauptsächlich Luxushäuser), welche 2018 integriert wurde und seitdem ein gestiegenes Wachstum von 25 Prozent pro Jahr verzeichnen kann.

Im Jahr 2022 wurde dann Abysse übernommen, einem Ultra-High-End-Schmuckhersteller und französischen Marktführer in Design von Serienstücken und dauerhaften Kollektionen. Mit dieser Akquisition steigerte sich der Umsatz auf fast 140 Millionen Euro.

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Tiffany & Co Store, Newy York. © mariakray/ Shutterstock. com

Tiffany-Rebranding als Popkultur-Marke

Die Übernahme steht auch im Einklang mit dem erklärten Ziel von LVMH, das amerikanische Unternehmen Tiffany in eine Marke der Popkultur zu verwandeln. Es ist das jüngste von mehreren Rebranding-Bemühungen in den letzten Jahren, die den Luxusjuwelier von einem auf amerikanische Handwerkskunst spezialisierten Unternehmen zu einer internationalen Marke gemacht haben.

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Weitere Vorteile der Übernahme

Neben den neuen Tiffany-Projekten werden die Werkstätten weiterhin Produkte für ihren bestehenden Kundenstamm sowie für andere LVMH-Häuser innerhalb der Unternehmensgruppe entwickeln.

Die Übernahme ist außerdem eine frohe Botschaft für die Ausbildungsschule der Platinum Investment Group, die von einer Verbindung mit dem LVMH Institut „Des Métiers d'Excellence”profitiert: Es können traditionelle Techniken weitergegeben und somit solch relevante Fachkräfte in Frankreich weiterhin bestehen bleiben.

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