Ein zentraler Bestandteil des Räumungsverkaufs war die gezielte Marketingstrategie. © „Trauring-Ecke“ Heinrich Kolkmeyer
Nach über 130 Jahren endet mit der „Trauring-Ecke“ Heinrich Kolkmeyer ein weiteres traditionsreiches Juweliergeschäft im deutschen Fachhandel. Für die Familie stellte sich damit nicht nur die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt, sondern vor allem nach einem strukturierten Ablauf des Räumungsverkaufs. Unterstützung fand sie bei Räumungsexperte Alexander Schmidt, der den Prozess strategisch begleitete und dafür sorgte, dass der Abschluss des Geschäfts geordnet, planbar und wirtschaftlich umgesetzt werden konnte.
Der Räumungsverkauf eines gewachsenen Familienunternehmens gehört zu den schwierigsten Entscheidungen im stationären Fachhandel. Wenn eine jahrzehntelange Tradition endet, stehen Inhaber nicht nur vor wirtschaftlichen, sondern auch vor emotionalen Herausforderungen. Genau in dieser Phase suchen immer mehr Juweliere gezielt nach professioneller Begleitung. Ein Beispiel dafür ist der Räumungsverkauf des Traditionsgeschäfts „Zur Trauring-Ecke“ Heinrich Kolkmeyer in Osnabrück. Die Inhaber entschieden sich bewusst dafür, den Abschluss ihres Hauses gemeinsam mit Räumungsexperte Alexander Schmidt zu gestalten – strukturiert, strategisch und mit klarer Planung. Mitten in der Osnabrücker Innenstadt, an der Großen Straße, endet damit ein weiteres traditionsreiches Juwelierhaus. Hier können Sie den ersten Teil der Story nachlesen.

Marketing, das Frequenz erzeugt
Ein zentraler Bestandteil des Räumungsverkaufs war die gezielte Marketingstrategie. Viele Juweliere würden sich in einer solchen Situation mit einzelnen Anzeigen oder vereinzelten Aktionen begnügen. Alexander Schmidt setzte dagegen auf einen klar strukturierten Medienmix, der über mehrere Monate hinweg konsequent umgesetzt wurde. Dazu gehörten regelmäßige Anzeigen in der lokalen Tagespresse, Radiowerbung sowie großflächige Plakatierungen im Stadtgebiet. „Wir hätten das sicherlich nicht Woche für Woche in diesem Umfang gemacht“, sagt Anne-Marie von Koss rückblickend.
Besonders wirkungsvoll erwies sich auch die Gestaltung der Schaufenster. Die Front des Geschäfts wurde großflächig foliert und im Laufe des Räumungsverkaufs immer wieder aktualisiert. Neue Hinweise auf weitere Reduzierungsstufen machten den Prozess sichtbar und sorgten dafür, dass Passanten immer wieder aufmerksam wurden. „Das sieht wirklich jeder, der vorbeigeht“, so von Koss. In der stark frequentierten Lage an der Großen Straße führte genau diese konsequente Sichtbarkeit dazu, dass über Wochen hinweg eine hohe Kundenfrequenz entstand.
Strategie im Abverkauf
Ein professionell begleiteter Räumungsverkauf folgt einer klaren Dramaturgie. Statt sofort mit großen Preisnachlässen zu arbeiten, begann der Abverkauf zunächst ohne konkret kommunizierte Reduktionsstufen. „Am Anfang wussten die Kunden gar nicht, um wie viel reduziert ist“, erinnert sich Anne-Marie von Koss. Erst im weiteren Verlauf wurden klare Preisstufen sichtbar gemacht. Diese Strategie sorgte dafür, dass die Kundinnen und Kunden zunächst das Sortiment wahrnahmen und sich im Geschäft beraten ließen. Auch beim Warenbestand ging Schmidt einen anderen Weg als zunächst erwartet. Statt das Lager nur abzubauen, empfahl er, zusätzlich Kommissionsware aufzunehmen, damit das Angebot während des Abverkaufs attraktiv bleibt. In diesem Punkt wie auch in allen anderen Belangen stand Alexander Schmidt Frau Kolkmeyer immer beratend zur Seite. „Das hätten wir so niemals gemacht“, sagt von Koss rückblickend. Genau diese Mischung aus Struktur, Erfahrung und Timing sorgte dafür, dass der Räumungsverkauf über Monate hinweg dynamisch blieb. Das Ergebnis des Abverkaufs lag dann schließlich sogar über den ursprünglich gesetzten Erwartungen.
Erfahrung ist der Unterschied
Neben Strategie spielte auch die Verkaufserfahrung im Team eine entscheidende Rolle. Auf Empfehlung von Alexander Schmidt wurde eine Verkäuferin hinzugezogen, die bereits zahlreiche Räumungsverkäufe begleitet hat. Ihre Erfahrung half dabei, in Phasen mit hoher Frequenz den Überblick zu behalten. „Man hat immer jemanden dabei, der genau weiß, wie so etwas abläuft“, sagt Anne-Marie von Koss. Für die Familie bedeutete das zusätzliche Sicherheit. Parallel richtet sich der Blick bereits nach vorne. Für das Geschäft in 1A-Lage an der Großen Straße in Osnabrück wird ein Nachfolger gesucht. Auch die Immobilie steht zum Verkauf. Ziel ist es, dass der Standort möglichst weiterhin als Juweliergeschäft genutzt wird.
Markenprofil
Alexander Schmidt
ALEXANDER SCHMIDT Ob eine Geschäftsaufgabe, Umbau, eine Nachfolgersuche oder ein Neustart, Alexander Schmidt und sein Team fokussieren auf den finanziellen Erfolg Ihres Projekts. Als erster der Branche setzte er auf...
Mehr lesen












