Dorotheum: Kaschmir Saphir und Taschenuhr schreiben Auktionsgeschichte

Dorotheum Wien Rekord Auktion Taschenuhr Kaschmir Saphir

Die Dorotheum Ergebnisse zeigen, dass außergewöhnliche Uhren und Juwelen weiterhin hohe internationale Nachfrage erzielen. © Dorotheum/ KI generiert

Mit zwei außergewöhnlichen Auktionsergebnissen hat der österreichische Markt für hochwertige Uhren und Schmuck neue Bestmarken erreicht. Innerhalb von zwei Tagen erzielte das Dorotheum in Wien Rekordzuschläge für eine Taschenuhr und einen Kaschmir Saphir.



Höchster Zuschlag für eine Uhr in Österreich

Bei der Uhren-Auktion am 22. Mai 2026 erreichte eine Taschenuhr von Professor Thomas Engel einen Zuschlag von 1.025.000 Euro. Damit handelt es sich um den höchsten Auktionszuschlag für eine Uhr in Österreich.

Das Stück stammt von Thomas Engel, Erfinder, Uhrmacher und Ehrenmitglied der englischen Clockmakers Company. Engel lebte von 1927 bis 2015 und beschäftigte sich seit den 1950er Jahren intensiv mit Uhren. Besonders prägend war seine Leidenschaft für Breguet. Aus dieser Beschäftigung heraus begann er als Autodidakt, einzelne Taschenuhren selbst zu fertigen. Die versteigerte Taschenuhr ist ein Unikat. Sie gilt als hochfeines Meisterwerk mit außergewöhnlicher Präzision. Zu den besonderen technischen Merkmalen zählt unter anderem ein integriertes Thermometer. Gerade diese Verbindung aus technischer Raffinesse, persönlicher Handschrift und absoluter Seltenheit dürfte wesentlich zum Millionenpreis beigetragen haben.

Dorotheum Thomas Engel, Aesch:Luzern- Feine und seltene Taschenuhr mit Tourbillonjpg
Thomas Engel, Aesch/Luzern: Feine und seltene Taschenuhr mit Tourbillon, springender Stunde, Gangreserve und Thermometer, um 1979, erzielter Preis € 1.025.000 © Dorotheum

779.000 Euro für Kaschmir-Saphir

Bereits am 21. Mai 2026 erzielte das Dorotheum einen weiteren Rekord. Eine Brosche mit einem 18,695 Carat schweren Kaschmir-Saphir wurde für 779.000 Euro versteigert. Das ist laut Dorotheum das höchste Auktionsergebnis für ein Schmuckstück in Österreich und Deutschland.

Gefertigt wurde die Brosche um 1880 von der Wiener Schmuckmanufaktur Rozet & Fischmeister. Der seltene tiefblaue Kaschmir-Saphir machte das Schmuckstück zu einem außergewöhnlichen Los. Das Ergebnis ist zugleich der höchste Zuschlag für ein Schmuckstück in der Geschichte des Dorotheum.

Dorotheum Kaschmir Saphri Brosche
Brosche mit Kaschmir-Saphir 18,695 ct, erzielter Preis € 779.000 © Dorotheum

Seltene Steine und gefragte Marken treiben die Nachfrage

Die Auktion zeigte insgesamt eine sehr starke Nachfrage nach hochkarätigen Juwelen. Nahezu alle Objekte verzeichneten rasch steigende Gebote. Mitbieterinnen und Mitbieter aus aller Welt konkurrierten um die angebotenen Stücke. Für die Sparte bedeutete dies die beste Auktion in der Geschichte des Hauses. Besonders gefragt waren seltene Edelsteine. Dazu zählten kolumbianische Smaragde, Burma-Rubine, Ceylon-Saphire sowie ein Ring mit einem 6,223 Karat schweren Kaschmir-Saphir, der 382.500 Euro erzielte. Auch hochwertige Diamanten wurden stark nachgefragt.

Neben außergewöhnlichen Edelsteinen spielten auch renommierte Schmuckhäuser eine wichtige Rolle. Kreationen von Tiffany & Co., Van Cleef & Arpels, Bulgari und Cartier waren besonders begehrt. Für den Handel bestätigt sich damit ein bekanntes Muster: Markenherkunft, Provenienz, Edelsteinqualität und Seltenheit verstärken sich im Auktionsmarkt gegenseitig.

Tiffany and Co Aquamarin-Collier, zus. ca. 80 ct, und Brillanten, erzielter Preis € 195.000 und Van Cleef and Arpels, Collier mit Ohrclips mit Brillanten (34 ct) und Rubinen im Cabochon-Schliff mit insgesamt 155 ct, erzielter Preis € 97.500 © Dorotheum

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