Wiener „KaDeWe” soll Namen mit Österreich-Bezug bekommen

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Das Kaufhaus lockt unter anderem mit einem öffentlichen Dachpark mit Blick über Wien. (© Architekturbüro OMA)

Bis 2024 entsteht am Standort des ehemaligen Möbelhauses Leiner auf der Mariahilfer Straße  ein Wiener Kaufhaus nach Vorbild des Berliner “KaDeWe”. Auch ein bekannter Juwelier soll hier dann mit an Bord sein.


Lange wurde auch von dem Wiener Signa-Projekt als “KaDeWe”-Projekt gesprochen. Nun wurde  bekannt, dass die Immobilie, die je zur Hälfte im Eigentum von Signa und der Central Group steht, nicht unter dem Namen KaDeWe Wien aufsperren wird. “Der Name des Warenhauses soll auf jeden Fall einen österreichischen Bezug haben”, so KaDeWe-Group-Leiter André Maeder.


Auch Juwelier soll dabei sein

Der KaDeWe-Chef will kein Luxus-Kaufhaus errichten, sondern ein breites Publikum anlocken, man wolle kein Shoppingcenter im üblichen Sinn sein, ein Hauptaugenmerk werde auf lokale Waren gelegt. Maeder gab erstmals einen detaillierten Einblick über den Planungsstand: “Für den Bereich Uhren und Schmuck werden wir mit einem Spezialisten zusammenarbeiten, mit hoher Wahrscheinlichkeit einem Juwelier aus Wien. Auch einen Wiener Starfriseur und seinen Salon wollen wir einbinden. Ein cooles Blumengeschäft darf nicht fehlen, dies wird wohl ein Wiener Florist betreiben”, sagte der KaDeWe-Chef. Aber auch internationale Marken wie beispielsweise Louis Vuitton sollen mit eigenen Shops vertreten sein. Pop-up-Stores mit Newcomern werden das Angebot abrunden. Fast-Fashion-Marken werde man im Warenhaus aber vergeblich suchen. Rund die Hälfte der Geschäftsfläche im Kaufhaus soll an lokale oder internationale Partner vermietet werden. Die Partnersuche für Geschäfte und Gastronomie wird im Herbst starten und die Partnerschaften sollen bis Ende 2022 fixiert sein.

Dachpark und Gastro

Das Bestandsgebäude besteht aus drei Bauteilen unterschiedlicher Baujahre mit einer Gesamtnutzfläche von rund 58.000 Quadratmetern sowie einer Tiefgarage. Auf dem Dach stehen den Besuchern  Gastronomie und ein öffentlich zugänglicher Dachpark mit Blick über die Stadt zur Verfügung. Das Projekt sieht außerdem ein Hotel vor. Der Deal mit dem Hotelbetreiber sei bereits unterzeichnet, den Namen wolle der KaDeWe-Chef aber erst später verraten. Es handle sich um eine internationale Kette, die noch nicht in Europa angesiedelt sei.

An der KaDeWe-Group hält die Central Group aus Thailand 50,1 Prozent, 49,9 Prozent fallen auf Signa Retail. Die KaDeWe-Kaufhausimmobilien (KaDeWe in Berlin, Oberpollinger in München und Alsterhaus in Hamburg) gehören Signa Prime. (jw)

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