Rolex ist unangefochten an der Spitze

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Morgan Stanleys aktuelle Studie über die Schweizer Uhrenindustrie überrascht nicht. Rolex konnte seine Position weiter ausbauen.

 Beim Ranking der größten Uhrenmarken der Schweiz, durchgeführt vom US-amerikanischen Investmentbanking-Unternehmen Morgan Stanley, liegt Rolex weiter unangefochten an der Spitze und hat von 2017 bis 2019 seinen Vorsprung weiter ausbauen können. Lag der geschätzte Umsatz 2017 bei 3.9 Mrd. Schweizer Franken, so sollen es 2019 bereits 5.2 Mrd. gewesen sein.

Die Top 3

Bei den Top 3 hat sich nicht viel verändert: Auf Platz 2 nach Rolex liegt Omega mit 2.36 Mrd., gefolgt vom Cartier auf Platz 3, Longines auf Platz 4 und Patek Philippe auf Platz 5. Stark zugelegt hat Audemars Piguet auf Platz 6, während Tissot, im Ranking auf 7, Umsatzverluste verzeichnete. 2017 lag Tissot noch auf Platz 6. Auf Platz 8 gibt es mit Richard Mille eine Überraschung. Diese Marke konnte in zwei Jahren ihren Umsatz von 180 auf 900 Mio. Schweizer Franken vervielfachen (weil man den Vertrieb mit 42 Boutiquen weltweit nun vollständig selbst übernommen hat). Gefolgt auf Platz 9 von TAG Heuer und auf Platz 10 von IWC, die Richemont-Marke wies ebenfalls rückläufige Umsätze aus.

Erfolgreiches privates Quartett

Interessant: Die vier privaten Unternehmen Rolex, Patek Philipe, Audemars Piguet und Richard Mille kommen gemeinsam auf einen Umsatz von 8.7 Mrd. Schweizer Franken und damit auf einen Marktanteil von 35 %. Und sie alle erzielten das beste Ergebnis ihrer Unternehmensgeschichte. Während die großen Konzerne (Swatch Group. Richemont, LVMH, Kering) mit ihren insgesamt 37 Uhrenmarken nur auf 55 % kommen.

2019 war ein gutes Jahr für die Luxusindustrie im Allgemeinen und auch für die Schweizer Uhrenindustrie. Die Ergebnisse 2020 werden garantiert anders ausfallen. Wie schlimm die Verluste sein werden, ist heute noch nicht absehbar.