Swatch Group bilanziert 2019 mit leichten Einbußen

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Die Swatch Group präsentierte am 19. März ihren Geschäftsbericht für 2019 und die erste Smartwatch – von Tissot. Der Nettoumsatz betrug 8.243 Millionen Schweizer Franken (- 2,7 %). Der Konzerngewinn ging um 13,7 % zurück. Wegen Corona ist in der Schweiz jetzt Kurzarbeit angesagt, in China sind die Shops bereits wieder geöffnet.

8.24 Mrd. Schweizer Franken Umsatz 2019 bedeutet für die Swatch Group im Vergleich zum Vorjahr bei gleichbleibendem Wechselkurs einen leichten Rückgang von 1,8% . Das Betriebsergebnis sank im Vorjahresvergleich um 11,4 % auf 1.02 Mrd. Schweizer Franken, blieb aber über der magischen Milliardengrenze. Der Konzerngewinn beträgt 748 Millionen Schweizer Franken, was einem Rückgang von 13,7% entspricht. Laut Nayla Hayek, Präsidentin des Verwaltungsrates der Swatch Group, hatten vor allem die Ereignisse in Hongkong in der zweiten Jahreshälfte einen erheblichen Einfluss auf dieses Ergebnis.

Doch es gib auch Positives zu berichten: 2019 war für die Swatch Group ein neuer Rekord an Patentanmeldungen, die auf 231 gestiegen sind. Das sind + 9 % im Vergleich zum Jahr 2018. Und Innovationen sind auch für 2020 geplant: „Wir werden unsere Investitionen in die Forschung und Entwicklung, in neue Produkte, in unsere Produktionskapazitäten und in unser Vertriebsnetz fortsetzen. Im Jahr 2020 gedenken wir zwischen 450 bis 500 Millionen Franken dafür einzusetzen“, verspricht die Präsidentin im Geleitwort an die Aktionäre.

Nicht von Corona verschont

Zeitgleich wurde bei der Bilanzpressekonferenz bekannt, dass auch bei der Swatch Group Teile der Produktion still stehen und 12.000 MitarbeiterInnen in Kurzarbeit sind. Derzeit seien mehr als 40 % der rund 17.000 Mitarbeitenden in der Schweiz davon betroffen, bis Ende Woche dürfte dieser Wert auf 70 % ansteigen, sagte Controlling-Chef Peter Steiger in einem Interview mit BLICK. Jobs sollen aber nicht abgebaut werden. Nick Hayek hielt in der Bilanzpressekonferenz aber auch fest, dass es sich um eine temporäre Situation handle, die es zu überstehen gelte. Und Hayek ist zuversichtlich: In China, wo die Corona-Welle Ende Dezember ihren Ursprung hatte, beginne sich die Lage zu normalisieren. Er berichtet: „In China sind unsere Shops und jene unserer Partner seit zehn Tagen wieder offen. Die Kunden kommen zurück in die Läden und kaufen unsere Produkte.“

Smartwatch von Tissot – Powered by Nature

Laut „Handelszeitung“ soll zeitgleich mit der Bilanz  Tissot eine eigene Smartwatch präsentiert haben. Die T-Touch Connect Solar verfügt  über Solar-Technologie  und soll sowohl mit Apple-, Android- und selbst Harmony-Smartphones kompatibel sein. Das verdankt sie einem eigenen Betriebssystem “SwAlps” (Swiss Autonomous Low Power System), einer Entwicklung der Swatch Group und der Schweizer Forschungsfirma CSEM. Das billigste Modell soll knapp 1000 Schweizer Franken kosten und damit rund doppelt so viel wie das Einsteiger-Modell von Smartwatch-Leader Apple. Noch ist von einer Auslieferung im Juni die Rede.

Lt „Le Temps“ meine Nick Hayek dazu: „Alle werden unsere Bilanzmedienkonferenz verfolgen, um zu sehen, was wir über die (Corona-) Situation sagen. Mit der Präsentation neuer Produkte, wie bei Tissot, wollen wir auch die positive Botschaft vermitteln, dass die Welt nicht stehen bleibt.“