Neue Details zum Mord an Wiener Juwelier

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War es ein Raubmord oder steckt vielleicht doch ein vollkommen anderes Motiv hinter dem Mord an Berthold S.? Wir berichteten bereits gestern über den Mord an dem Juwelier, nun gibt es neue Erkenntnisse. 


Anders als zunächst spekuliert, fand der Gerichtsmediziner keine Schussverletzungen an der Leiche. Die Täter sind nach wie vor auf der Flucht.

Der Juwelier Berthold S., der Mittwochnachmittag blutüberströmt im Eingang seines Geschäftes in Wien-Landstraße gefunden wurde, ist laut Polizei zahlreichen Schnitt- und vor allem Stichverletzungen erlegen. Das zeigte das Ergebnis der Obduktion. Eine Schusswaffe war, anders als zunächst vermutet, nicht im Spiel.

Was die Kriminalisten aber immer noch vor ein Rätsel stellt, ist das Motiv für die Tat. Denn der Mord wurde zunächst als Raubmord eingestuft. Dass Schmuck bzw. Bargeld aus Geschäft gestohlen wurde, will die Polizei bislang noch nicht bestätigen. Auffällig ist aber auch, dass das Schaufenster des Geschäfts in der Landstraßer Hauptstraße unversehrt ist und auch kein Schmuck fehlt. Das ist deshalb erwähnenswert, weil es ein leichtes Spiel gewesen wäre, vom Inneren des Geschäftes aus etwas aus dem Schaufenster zu entwenden.

Berthold S. achtetet offenbar sehr auf Sicherheit. Um in das Geschäft zu kommen, musste an einer Glocke geläutet werden. Schon von außen sind zudem Überwachungskameras zu erkennen. Und überhaupt ist das Geschäft mit den großen Auslagenscheiben gut einsehbar.

Was die Ermittler vor ein zusätzliches Rätsel stellt, dass niemand den Mord an Berthold S. mitbekommen hat. Mitarbeiter von umliegenden Geschäften erzählen, dass Sie weder einen Schuss noch Schreie gehört hätten.

Quelle: kurier.at