Daniel Wellington Austria insolvent

Am 5. Mai wurde auf Antrag des Schuldners das Insolvenzverfahren über die Daniel Wellington Austria GmbH eröffnet. Die ehemals sehr erfolgreiche Uhrenmarke hat in Österreich eine bewegte Geschichte.


Bereits Mitte November vergangenen Jahres informierte die Daniel Wellington Austria GmbH ihre Kunden, dass die beiden Verkaufsleiter Alexander Heilig und Oliver Gubik das Unternehmen verlassen haben. Oliver Gubik ist nun bei Paul Hewitt gelandet, Alexander Heilig ist heute in der Optik-Branche tätig.

Bewegte Geschichte

In Österreich hatte Daniel Wellington unterschiedliche Vertriebspartner: Zwar hat Fritz Schneider die Marke hierzulande groß gemacht, entdeckt wurde Daniel Wellington allerdings von Johann Berger. Er brachte die damals brandneue, hippe, schwedische Marke 2014 nach Österreich. Nachdem Fritz Schneider die Marke Ende 2014 übernahm und erfolgreich in Österreich etabliert, hat Daniel Wellington 2018 den Österreich-Vertrieb mit einer eigenen Daniel Wellington Austria GmbH selbst übernommen.

Die Daniel Wellington Austria GmbH

Bei der Begründung des Vertriebswechsels hieß es, dass man dem internationalen Trend folgt, seine Marke direkt zu vertreiben, um so die Stärke des Brands optimal nutzen zu können. Damals sagte Oliver Gubik. „Wir können uns ausschließlich auf Daniel Wellington konzentrieren und wollen das starke Potenzial, das die Marke hierzulande hat, weiter ausbauen.“ Allerdings hat man mit der Eröffnung eigener Stores langjährige Partner vor den Kopf gestoßen – wie etwa Juwelier Gindl. Denn genau Vis a vis seines damaligen Geschäfts im Wiener Donauzentrum öffnete der erste Daniel Wellington Store. Michael Gindl  erhielt auf seine Anfrage damals folgende Antwort: “Es ist geplant, die Distributionsdichte am österreichischen Markt deutlich zu verkleinern – was allen DW Partnern zu gute kommen wird.”  Nun wurde wohl auf ein Minimum verkleinert.