Nicht nur unter Uhrenfreunden bedeutet „Swiss Made“ auf dem Zifferblatt ein besonderes Qualitätskriterium. Aber auch mit Hinweisen wie „Made in Germany“ und jüngst auch „Made in Japan“ kann man beim Verkaufsgespräch punkten.


Eine weltweite Konsumenten-Studie kam zu einem interessanten Ergebnis: Die Produkte der einzelnen Länder wurden mit unterschiedlichen Eigenschaften assoziiert (siehe Printausgabe S. 22). So steht der Produktionsstandort Schweiz für „Statussymbol & Authentizität“, unsere deutschen Nachbarn stehen für „Qualität & Sicherheitsstandards“ und Produkte aus Japan wiederum werden mit „Spitzentechnologie“ in Verbindung gebracht. Diese landesspezifischen Eigenschaften lassen sich auch auf den Uhrensektor herunterbrechen. Und wenn man nun weiß, mit welchen Eigenschaften die Konsumenten die Uhren aus gewissen Herkunftsländern in Verbindung bringen, sollte man diese im Verkaufsgespräch durchaus nochmals erwähnen.

Auch wenn Alexander Gutierrez Diaz von Baume & Mercier im Interview (siehe Printausgabe S. 30) auf die Frage: Wie wichtig ist beim Verkaufsgespräch heute das Argument „Swiss Made“? antwortet: „War ‚Swiss Made‘ früher eines der Hauptargumente, ist es heute eines von mehreren“, sagt er dennoch: „‚Swiss Made‘ ist wesentlicher Teil unserer DNA und wichtiges Verkaufsargument.“

Peter Wallek vom Salzburger Juwelier Schneider, der im Markenportfolio mit IWC, Ebel, Bruno Söhnle, Seiko und Casio Uhren aus allen drei Regionen im Sortiment hat, sagt; „Natürlich gelten Schweizer Werke bei vielen Konsumenten noch immer als das Nonplusultra. Doch das gilt längst auch für das Qualitätsmerkmal Glashütte.“ Er schwärmt auch von der „japanischen Spitzentechnologie“ und weist darauf hin, dass man immer wieder vergisst, dass es sich bei Seiko oder Casio um Manufakturen handelt, die alle Teile selbst herstellen. Auch Peter Wallek kommt zu dem Schluss, dass die Herkunft zwar eine Rolle beim Verkaufsgespräch spielt, schlussendlich aber – gerade im Luxussegment – die Marke ausschlaggebend ist. Dennoch könnte ein Hinweis auf die Vorzüge der Qualität aus diesen Herkunftsländern die Kompetenz des Verkäufers unterstreichen und die Kaufentscheidung erleichtern.

Welche Argumente im Verkaufsgespräch für welches Land genannt werden können und ob Herkunft immer noch ein wichtiges Thema für Ihre Kunden ist – all das finden Sie in unserer aktuellen Printausgabe!